Das Projekt

Zum Projekt Kawaida gehören drei Schulen mit aktuell rund 250 Kindern und Jugendlichen. Die Schulen sind von guter Qualität, die auch regelmässig vom Staat überprüft wird. Im Projekt sind neben dem Lehrpersonal Aufsichtspersonen, Hilfspersonal und Köche engagiert. In den Unterrichtspausen und über Mittag werden den Kindern nahrhafte Mahlzeiten gegeben. Eltern zahlen je nach Verhältnisse einen kleinen Beitrag an die Schulkosten, was die Mitverantwortung der Eltern fördern soll. Viele Kinder sind aber Halb- oder Vollwaisen und vollumfänglich auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Sie haben im Waisenhaus ein Zuhause und werden ganzheitlich begleitet, betreut und gefördert. Der Unterricht beginnt auf der Vorschulstufe (Baby Class, Nursery Class & Preunit) und wird auf der Primarschulstufe (Standard 1-8) bzw. auf der Oberstufe (Form 1-4) weitergeführt. Die älteren Mädchen und Knaben besuchen das Internat in Ithanga und werden stärker in ihrer Eigenverantwortung gestärkt, indem sie in Aufgaben und Arbeiten des Internatslebens stark eingebunden werden.

Seit 2019 werden den Jugendlichen als Bestandteil des Unterrichts und als Randkurse Berufsanlehren in handwerklichen Bereichen (aktuell Maurer, Schweisser, Zimmermann, Näherinnen) ermöglicht. Dieser Bereich wird zukünftig noch weiter ausgebaut, um auch jenen Jugendlichen, welche keine akademische Ausbildung anstreben, eine gute berufliche Zukunft zu ermöglichen.

Schule in Kawaida

Die Ursprungsschule befindet sich in Kawaida, einem Dorf am Rande des Kenianischen Hochlandes, ca. 20 km nordwestlich von Nairobi. Die Menschen leben in einfachsten Verhältnissen am Rande der Gewächshäuser internationaler Rosenfarmen. Neben der Armut ist mangelnde Hygiene ein grosses Problem. Viele Kinder haben schlechte oder gar keine Schuhe und leiden unter starkem Befall von Sandflöhen (Jigger fleas). Dank dem Spendenfluss aus der Schweiz (insbesondere aus Sponsorenlauf 2010, Spendenaktion 2018) konnte im Dorf Land gekauft und ein Schulhaus erbaut werden. Neben der Tagesschule beherbergt Kawaida ein Internat für rund 50 Waisenkinder.

Organisation der Schule

Schule in Riara

Das Dorf Riara/Kiawaroga im Kenianischen Hochland ist umgeben von Teeplantagen. Die Gegend ist im Winter so kühl, dass die Kinder Kappen während des Unterrichts tragen, um nicht zu frieren. Die Schule wird als Tagesschule geführt. Ungefähr 10 Jahre lang fand der Unterricht in gemieteten Gebäuden statt. Anfang 2011 konnte Dorfrand Land erworben werden, auf welchem seit 2012 ein permanentes Schulgebäude steht. Seit 2013 werden die Schüler am neuen Ort unterrichtet.

Organisation der Schule

Schule in Ithanga

Ithanga ist eine Ortschaft ca. 70 km nordöstlich von Nairobi in einer hügeligen, ländlichen Gegend. Der Projektleiter und Direktor Nelson Kangethe ist in dieser Region aufgewachsen und konnte dort auf dem recht grossen Stück Land, das in seinem Familienbesitz war, eine Schule für Oberstufenschüler eröffnen. Ithanga funktioniert sowohl als Tages- wie auch als Internatsschule mit dem Ziel, die Jugendlichen auf ein Studium an der Universität vorzubereiten und gleichzeitig auch in handwerklichen Bereichen zu schulen, so dass allen sinnvolle Zukunftsmöglichkeiten eröffnet werden können. Dank Spendenaktionen in den Jahren 2015 und 2016 konnte auf dem Land eine tiefe Grundwasserbohrung durchgeführt werden, die seither eine eigenständigen Trinkwasserversorgung ermöglicht.

Im Jahre 2018 waren in Ithanga aufgrund staatlicher Interventionen und Auflagen nur noch die Oberstufenmädchen untergebracht, die Oberstufenknaben wurden nach Mwea verlegt. Dank dem riesigen Einsatz und persönlicher Aufopferung des Direktorenehepaars wird die Schule seit 2019 wieder als Mixed High School geführt und hat seit der Anwesenheit von Nelson Kangethe und Lilian Njoroge einen enormen Aufschwung erfahren: Es konnte z.B. angrenzendes Land erworben, neue Schlafgebäude und ein neues Labor errichtet werden und man erstellte neue Unterstände für die Berufsausbildungskurse (vocational training). Auch ein kleiner Bauernbetrieb mit Schweinen, Hasen, Truthähnen, Hühner und vielen weiteren Tieren und ein Laden für die Schüler und die Dorfbevörlkerung gehört mittlerweile zum vielversprechenden Projekt.

Organisation der Schule

Mwea

Die Region Mwea liegt ca. 100 km nordöstlich von Nairobi. Die Bevölkernug leidet seit längerem unter anhaltender Trockenheit. In den unregelmässiger gewordenen Regenzeiten haben in den letzten Jahren dann aber sintflutartige Regenfälle hin und wieder auch die Dörfer am Rande der Reisfelder überflutet. Die Leute sind in dieser abgelegenen Gegend besonder arm. Malaria ist eine Plage, aber auch Cholera und Typhus sind aufgrund der sehr problematischen Hygieneverhältnisse an vielen Orten ein ernstes Problem.

Im März 2013 wurde in der Schweiz eine grosse Spendenaktion lanciert, die am 1. Juni 2013 mit dem Jambo Festival und der Anwesenheit des Projektleiters Pastor Nelson Kangethe in der Altrüti Gossau ZH gipfelte. Mit dem gesammelten Betrag konnte auf einer leichten Anhöhe ausserhalb von Karaba ca. 2 ha Land gekauft und darauf ein grosses Schulgebäude errichtet werden. Anfang Mai 2014 fand der erste Unterricht im neuen Schulhaus statt. Im Mai 2015 konnte dank einer grösseren Spendenaktion eine Grundwasserbohrung und der Bau eines Brunnens auf dem Schulgelände in Angriff genommen werden. Grossartig!

2018 hatte es in Mwea in Folge von Änderungen im Schulsystem nur noch Kindergartenkinder auf der Primarschulstufe. Zwischenzeitlich waren auch die Oberstufenknaben in Mwea zu Hause. Die Regierung hatte verlangt, dass in der Oberstufe die Knaben und Mädchen getrennt die Schule besuchen müssen. Es hat sich aber gezeigt, dass die Führung von zwei Oberstufen (Ithanga und Mwea) insgesamt zu viele Ressourcen beanspruchte. Mit der Verlegung des Wohnsitzes des Direktorenehepaars nach Ithanga konnte der Schulbetrieb für die Knaben in Ithanga wieder aufgenommen werden.

Zu Beginn des Jahres 2019 wurde der Schulunterricht eingestellt. Stattdessen wird das Schulgebäude und das Projektland nun für eine Neuausrichtung vorbereitet. Es ist das erklärte Ziel, mit Beginn des neuen Schuljahres 2019 den Schulunterricht wieder aufzunehmen. Zudem wird das Waisenhaus von Kawaida nach Mwea verlegt, da hier viel mehr Land zur Verfügung steht und den Waisen bessere Lebensbedingungen geboten werden können. Man ist weiter daran, das fruchtbare Land zu bepflanzen und v.a. auch zu bewässern, so dass die Ernte dem ganzen Projekt zugute kommen kann. Zukünftig soll die Schule auch als temporäre Berufsausbildungsstätte (Bauernlehre) für die Oberstufenschüler dienen.

Momentane Organisation Mwea